Cumbia statt Salsa: Das ist neu am Caliente! 2026

Vom 3. bis 5. Juli verwandelt sich das Kasernenareal zum 29. Mal in die grösste Latin-Party Europas – mit einem deutlich karibischeren Akzent als bisher.

Festivalgründer Roger Furrer kündigte gemeinsam mit seinen Söhnen Neil und Steve Furrer sowie der Medienverantwortlichen Jessy Summa an einer Medienorientierung im Lokal „Casi Casa” an der Lagerstrasse mehrere Neuerungen für das Caliente! Festival an. Im Zentrum steht 2026 erstmals die Cumbia, dazu kommen eigene Bühnen für Perkussion und Folklore sowie ein Schwerpunkt auf die Dominikanische Republik.

Cumbia rückt ins Rampenlicht

Die grösste Veränderung betrifft die Musik. Das ursprünglich von der kolumbianischen Karibikküste stammende Genre Cumbia erlebt weltweit einen Aufschwung und hat längst auch Zürich erreicht. Insgesamt vier Bands widmen sich diesem Sound, die absoluten Highlights sind die chilenische Formation Calle Mambo und die kolumbianische Kultband Puerto Candelaria. Auch lokale Gruppen erhalten mehr Raum – ein Zeichen dafür, wie stark die Zürcher Latin-Szene in den letzten Jahren gewachsen ist.

Der Freitagabend im Detail

Am Eröffnungsabend reicht das Programm von Quito bis Santiago de los Caballeros: Die Ecuadorianerin Angie Cedeño eröffnet um 18:30 Uhr mit kraftvollen Urban-Latin-Vibes. Es folgt der Zürcher Sänger BNYA mit einem Mix aus Merengue und Urban Beats, der seine dominikanischen Wurzeln hat. Danach tritt Jhay Onex mit modernem Bachata-Sound aus der Dominikanischen Republik auf. Am späteren Abend übernehmen zunächst Los Esenciales mit neu interpretierten Latin-Klassikern, dann der Sonora Social Club mit Cumbia und schliesslich das Zürcher Kollektiv Los Malditos Basureros, das Cumbia mit Reggae und Ska mischt. Mit BNYA und Jhay Onex unterstreicht das Festival gemeinsam mit dem Partnerunternehmen Edelweiss Air den diesjährigen Schwerpunkt auf die Dominikanische Republik als Ferienland.

Mehr Raum für raíces

Kulturell setzt das Festival ebenfalls neue Akzente: Erstmals gibt es eigene Bühnen, die ausschliesslich für Perkussions- und Folkloregruppen reserviert sind. Sie sollen die afrikanischen und indigenen raíces der lateinamerikanischen Musik stärker sichtbar machen und die Authentizität des Anlasses unterstreichen, der sich seit fast drei Jahrzehnten in Zürich etabliert hat.

Comeback einer Zürcher Salsa-Legende

Für einen besonderen Moment dürfte am Sonntagabend Jorge Nandor Navarro Figueroa sorgen. Mit seiner Band Los Siete Monos – der allerersten Zürcher Salsa-Band überhaupt – feiert er ein exklusives Reunion-Konzert auf der Hauptbühne und damit einen Rückblick auf die Anfänge der Zürcher Latin-Szene.

Zahlen, Fakten und Tickets

Insgesamt erwarten die Besucherinnen und Besucher 15 Live-Bands, rund 40 DJs und über 20 Bühnen und Soundsystems. Drei grosse Soundsystem-Betreiber bringen zudem internationale Top-DJs und MCs direkt aus der Karibik nach Zürich. Dazu kommt der Mercado Mundial mit Street Food, exotischen Gewürzen und tropischen Drinks aus Lateinamerika, der Karibik und dem Mittelmeerraum.

Das Ticket für den Freitag (Einlass 18:00 Uhr) kostet CHF 22.40, für den Samstag (Einlass 16:00 Uhr, Haupt-Festivaltag mit vollem Programm ab dem Nachmittag) CHF 32.65. Dieses Jahr gilt auf dem geschlossenen Kasernenareal am Freitag und Samstag eine One-Way-Regelung (kein Wiedereintritt nach Verlassen des Geländes). Der Sonntag ist als traditioneller Familientag gratis und bietet neben einem Kinderprogramm auch den Auftritt von Los Siete Monos. Die Tickets sind im Vorverkauf über Ticketmaster oder Eventfrog erhältlich. Das Festivalgelände liegt in Gehdistanz zum Hauptbahnhof Zürich.