Das sind die Änderungen: Der alte und der neue Staatsvertrag im Vergleich

AZ 3.07.2012

Der erste, von den eidgenössischen Räten im Jahr 2003 abgelehnte Staatsvertrag und der neue Staatsvertrag vom Montag unterscheidet vor allem eines: Die Ruhe-Zeiten in der Schweiz sind mit dem zweiten Vertrag kürzer.

Im ersten Staatsvertrag hätte der süddeutsche Raum an Werktagen zwischen 6 und 22 Uhr und am Wochenende zwischen 9 und 20 Uhr überflogen werden können. Mehr als 100’000 Bewegungen wären pro Jahr erlaubt gewesen. Die zusätzlichen Bewegungen hätten über die Schweiz geführt werden müssen.

Ruhigere Morgen und Abende hätten die Schweizerinnen und Schweizer aber auch bei zahlreichen zusätzlichen Bewegungen gehabt. Im neuen Staatsvertrag sind Anflüge über Deutschland nur noch zwischen 6.30 Uhr und 18 Uhr unter der Woche und am Wochenende zwischen 9 und 18 Uhr erlaubt.

Erste Anflug-Welle um 6 Uhr

Die erste Anflug-Welle mit Flügen aus Asien beginnt aber bereits morgens um 6 Uhr und wird mit dem neuen Staatsvertrag somit über die Schweiz geleitet werden müssen. Erst ab 6.30 Uhr dürfen die Maschinen über Deutschland anfliegen.

Aber auch nach 18 Uhr, also wenn die Anflüge über Deutschland wieder verboten sind, herrscht am Flughafen Zürich noch spätestens bis 23.30 Uhr Hochbetrieb. Der erste Staatsvertrag hätte Anlflüge über Deutschland immerhin bis 22 Uhr erlaubt. (sda)