Deutschland blockiert medizinische Güter und lässt infizierte Reisegäste in die Schweiz

StgFl 11.03.2020 – Medienmitteilung

Die Stiftung gegen Fluglärm verlangt dringende Massnahmen gegen die Coronavirus-Epidemie an den Schweizer Flughäfen

Deutschland blockiert aktuell medizinische Lieferungen aus Drittstaaten wie China, die für die Schweizer Gesundheitsindustrie gedacht sind. Offenbar liegen die Nerven blank in der Politik, sodass nicht einmal der notwendige Güterverkehr in die Schweiz zugelassen wird.

Es ist schlichtweg skandalös, dass die Swiss Airline, die Tochtergesellschaft der deutschen Lufthansa Group, weiterhin Gäste aus Risikoländern von und nach Zürich fliegen lässt. Unter den Reisenden sind viele Touristen aus dem süddeutschen Raum wie Baden-Württemberg, dem Bundesland, das vom Coronavirus am stärksten befallenen ist. „Bisher scheint das noch keinem unserer Bundesräte aufgefallen zu sein, dass Deutschland, trotz Sperrung der medizinischen Güter für die Schweiz, ihre Fluggäste aus Südeuropa und anderen Destinationen bei uns in Zürich Kloten weiterhin und ungehemmt ab- und anreisen lässt“, so Adolf Spörri, Präsident der Stiftung gegen Fluglärm.

Grenzen im Tessin bald zu – Fluggrenzen weit offen

Auf wachsenden Druck der Bevölkerung hat Bundesrat Alain Berset nun doch eingelenkt und vorläufig 9 Grenzübergänge im Tessin geschlossen. „Der Bundesrat vergisst eindeutig die vielen Flugpassagiere in Zürich, die aus und in vom Virus befallene Länder reisen. Das ist in höchstem Masse inkonsequent und gefährlich. Risikovermindertes Verhalten gilt offensichtlich nicht für den Flughafen Kloten“, so Adolf Spörri weiter.

Sind menschliche Virenträger heute weniger gefährlich als Güter, die der medizinischen Prävention dienen?

Stiftung gegen Fluglärm
Adolf Spörri
Präsident
www.stiftungfluglaerm.ch