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Flughafen Zürich baut 120 Stellen ab

TA 11.09.2020

Trotz Kurzarbeit und Einstellungsstopps: Die Flughafen Zürich AG kündigt einen Stellenabbau und die Entlassung von 26 Mitarbeitenden an.

Am Flughafen Zürich werden 120 Stellen abgebaut. Zudem wurden diese Woche 26 Kündigungen ausgesprochen, wie Flughafen-Sprecherin Raffaela Stelzer eine entsprechende Information des «Tages-Anzeigers» bestätigt: Sie hätten seit Beginn der Krise diverse Massnahmen ergriffen, wie etwa Einführung von Kurzarbeit und ein Einstellungsstopp. Vergeblich: «Aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Ausblicks müssen wir jedoch Stellen reduzieren.»

Der Stellenabbau erfolge grösstenteils über die natürliche Fluktuation und Nichtbesetzung von Vakanzen, sagt Stelzer. «Leider liessen sich 26 Kündigungen nicht vermeiden.» Die betroffenen Mitarbeitenden würden individuell begleitet und unterstützt. Betroffen seien verschiedene Betriebs-Abteilungen. Insgesamt beschäftigt die Flughafen Zürich AG 1700 Mitarbeitende.

Trotzdem Gewinn erwirtschaftet

Der Flughafen ist von der Corona-Krise stark betroffen. In den Monaten März und April kam der Betrieb fast ganz zum Erliegen. In den Folgemonaten bis heute verzeichnete der Flughafen einen deutlichen Passagierrückgang. Im vergangenen August etwa brach die Passagierzahl im Vergleich zum August 2019 um 77 Prozent ein.

Auch die Umsatzzahlen waren in diesem Jahr stark rückläufig. Trotzdem gelang es dem Flughafen im ersten Halbjahr einen operativen Gewinn von 104,9 Millionen Franken zu erwirtschaften. Dies gelang in erster Linie durch eine Senkung der Betriebskosten um 28 Prozent. Konkret durch tiefere Personalaufwendungen als Folge von Kurzarbeit, tiefere Polizei- und Sicherheitskosten sowie weitere allgemeine Kostenreduktionen.

Tests statt Quarantäne?

Gemäss Stelzer erfolgt der Passagierrückgang aufgrund der Unsicherheit in der Bevölkerung. «Aus unserer Sicht würde die Einführung von Tests anstelle von Quarantäne das Reisen deutlich vereinfachen.» Eine verbesserte Koordination gesundheitlicher Auflagen – speziell innerhalb Europas – könne dem Flughafen mehr Planungssicherheit geben. «Dadurch könnte die zurzeit grosse Unsicherheit der Passagiere reduziert werden, was zur weiteren Erholung in der ganzen Branche beitragen würde.»