Flugpassagiere von einem Risikogebiet umgestiegen, sind nicht zu erkennen?

Corona-PK 9.07.2020

Es sei nicht möglich, zu erkennen, wenn jemand die Fluggesellschaft wechselt oder von einem Risikogebiet über Frankfurt in die Schweiz geflogen ist, sagt Stefan Kuster vom BAG.

Die Hubs seien ein Problem bei den Passagierlisten, so Kuster. «Die Eigenverantwortung der Bevölkerung ist nach wie vor wichtig.»

Nur an die Eigenverantwortung zu apellieren, reicht nicht. Hier spielen die BAG-Verantwortlichen und auch der Kanton Zürich buchstäblich mit dem Feuer.

Der Flughafen und der Zoll müssen verpflichtet werden, die Listen der einreisenden Flugpassagiere aus Risikoländern mit eventuellem Umsteigeflughafen auf dem Flugticket oder zumindest im Pass klar ersichtlich, unmittelbar an den Kanton weiter zu leiten. Dieser sollte die Einhaltung der Quarantäne mindestens stichprobenartig überwachen.

Die Massnahmen sind besonders wichtig, weil Swiss lockt Gäste zum Umsteigen nach Zürich.

Passagierlisten von Flügen aus Risikogebieten wurden bisher vom BAG nur nachträglich eingefordert, wenn ein Fluggast positiv getestet wurde.

Wenn das BAG und der Flughafen den Aufwand für nicht nötig halten, müssten sie letztendlich auch die entsprechenden Konsequenzen tragen. Die Juristen sollten in diesem Fall auf Unterlassung von Massnahmen, Fahrlässigkeit und Haftung klagen.