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Südstarts geradeaus
Keine Südstarts geradeaus!

Gekrümmter Nordanflug in Endlosschlaufe

Der gekrümmte Nordanflug als satellitengestütztes Präzisionsanflugverfahren mit Bodenunterstützung (GBAS) liegt schon seit dem Oktober 2014 mit der gleichen Genauigkeit und Kapazität eines geraden ILS-Anflugs vor. Trotzdem kommt er bis heute nicht zum Einsatz.

Er wurde sowohl auf dem Flughafen Zürich, als auch auf dem Flugplatz Dübendorf erfolgreich getestet. Weder der Bund noch der Flughafen Zürich haben jedoch ein ernsthaftes Interesse daran, ihn sofort einzuführen.

Der Flughafen möchte zuerst die Südstarts geradeaus einführen und etablieren. Erst dann wird der gekrümmte Nordanflug als Zusatzvariante im SIL überhaupt für ihn ein Thema.

Niemand zwingt ihn dabei, beim BAZL gekrümmte Nordanflüge in einem neuen Betriebsreglement zu beantragen. Er kann sich dafür beliebig viel Zeit nehmen, während dessen immer mehr Flugzeuge über den Süden donnern. Er kann auch ganz darauf verzichten, wenn er für sich keine Vorteile darin sieht.

Die Fünfer- und Weggli-Politik des Flughafens scheint auch dieses Mal, wieder zu Lasten der betroffenen Bevölkerung, erneut aufzugehen.

Die Einführung des gekrümmten Nordanflugs, seit er als satellitengestütztes Präzisionsanflugverfahren im Oktober 2014 erfolgreich auf beiden Flugplätzen Dübendorf und Zürich/Kloten getestet wurde, erfolgte bisher nie.

Einzig als Overlay wird er bisher auf der alten ILS-Anflugroute von Piste 14 geflogen. Weder der Bund noch der Flughafen zeigen ein grosses Interesse daran, den Süden von den Südanflügen zu entlasten. Die betroffene Bevölkerung frägt sich zurecht, warum.

Machbarkeit, Sicherheit und Kapazität sind seit 2014 keine Argumente mehr, ihn nicht einzuführen. Bis heute fehlt jedoch der politische Wille dazu. Stattdessen nimmt die Schweiz einseitig die deutsche Luftraumsperre in kauf.

Ohne vorherige Einführung des gekrümmten Nordanflugs wird sich Deutschland in den Verhandlungen nie bewegen. Es kann mit dem Status Quo ohne Fluglärm gut leben.

Die Schweizer Politik schläft weiter, nicht aber die Betroffenen. Es regt sich zunehmend Widerstand in Anbetracht dessen, was zusätzlich zu den bereits bestehenden Südanflügen mit den Südstarts geradeaus noch auf die Bevölkerung im Süden zukommt.

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