Grosse Rochade im Bundesrat

Blick 10.12.2018

Die Departemente sind neu verteilt

Es kommt zur grossen Rochade: Guy Parmelin (SVP) übernimmt das Wirtschaftsdepartement, Simonetta Sommaruga (SP) das Uvek, Karin Keller-Sutter (FDP) die Justiz und Viola Amherd (CVP) muss mit dem Verteidigungsdepartement vorlieb nehmen.

Simonetta Sommaruga (SP) übernimmt das Uvek

War das Uvek erste Wahl für Sommaruga? «Ich habe mich sehr gefreut, dass ich jetzt das Uvek leiten darf. Es war zuoberst auf meiner Liste», sagt sie mit einem Lächeln.

Sommaruga informiert, weshalb sie wechselt. Sie habe viele Themen zum Abschluss bringen können oder seien auf gutem Weg. Etwa im Bereich der Asylpolitik. Oder auch in gesellschaftspolitischen Fragen. «Wir haben das Familienrecht modernisiert», so Sommaruga. «Wir haben die elterliche Sorge zum Normalfall gemacht.» Zudem könnten Homosexuelle ihre Stiefkinder adoptieren. «Und auch die Ehe für alle ist auf Kurs.»

Sie habe ihre Arbeit im EJPD immer gerne gemacht – «und mit Leidenschaft». Nun wolle sie aber in einem anderen Departement etwas bewegen. Im Uvek würde die Weichen für viele Bereiche gestellt: Bahn, Post, Infrastruktur. «Ich kehre damit zu meinen politischen Wurzeln zurück», sagt Sommaruga. Denn als Parlamentarierin war sie in der entsprechenden Kommission tätig. Sie übernehme ein Departement, welches gut aufgestellt sei. «Und ich übernehme auch den Dienstwagen meiner Vorgängerin», sagt sie schmunzelnd. Den Elektro-Tesla von Doris Leuthard.

Ist das Uvek nicht zu gross für eine Person? Derzeit werde ein Bericht in Sachen Gouvernance erarbeitet. Davon sei nicht nur das Uvek betroffen. Man müsse diesen Bericht abwarten, findet Sommaruga.