Kaltschnäuzigkeit ist beispiellos

Der COO der Flughafen Zürich AG, Stefan Tschudin, behauptet, dass durch eine Vorverlegen der nächtlichen Flüge grosser Volkswirtschaftlicher Schaden entstehen würde. Eine Studie der Intraplan, welche übrigens schon wegen Fehlvorhersagen aufgefallen ist, bestätigt dies.

In der Tat entstehen wegen dieser späten Flüge Volkswirtschaftliche Schäden, jedoch nicht im Sinne Herrn Tschudins. Die Gesundheit der Anwohner wird durch die verkürzte Nachtruhe und den zusätzlichen Lärm massiv beeinträchtigt. Dies wird von verschiedenen unabhängigen Studien, z.B. der ETH Zürich, der Uni Basel und EMPA bestätigt. Schlussendlich wird sich dies bei den Gesundheitskosten bemerkbar machen?…

Zudem stellt sich die Frage, weshalb sich die Flughafen Zürich AG nicht an das gültige Betriebsreglement halten muss. Seit der lange erstrittenen Einführung der 7 Stunden Nachtruhe ist diese ein Dorn im Auge der Flughafen Verantwortlichen und es wird mit allen Mitteln versucht, diese aufzuweichen. Die lange Praxis des missbrauchten Verspätungsabbaus ist kein Freipass zum Gewohnheitsrecht. Interessant ist die Tatsache, dass die Flughafen – und Arline Verantwortlichen nicht wahrhaben wollen, dass die Flugindustrie von der Wirtschaft abhängig ist und nicht umgekehrt. Wenn die Kasse leer ist, verzichtet man zuerst auf Ferien (Flugreisen).

Die Kaltschnäuzigkeit gegenüber den Anwohnern rund um den Flughafen und der akuten Klimakrise ist beispiellos und es ist zu hoffen, dass der Wechsel im Verkehrsdepartment einen grundsätzlichen Wandel herbeiführen wird.

Ursula Hofstetter
8127 Forch