Wer im Zürcher Seefeld einen Ort sucht, der Kulinarik, Kultur und Erholung an einem Fleck vereint, landet fast zwangsläufig im Kulturareal Mühle Tiefenbrunnen.
Das denkmalgeschützte Areal direkt hinter dem Bahnhof Tiefenbrunnen verbindet historische Industriearchitektur mit einem Angebot, das seinesgleichen sucht. Gerade im Sommer zieht die Mühle Tiefenbrunnen mit ihrem verkehrsfreien Gelände Familien, Kulturfans und Erholungssuchende gleichermassen an, doch auch ausserhalb der warmen Monate lohnt sich ein Besuch.
Kulinarik mit Charakter
Im Zentrum steht das Restaurant Blaue Ente, das mit saisonaler Küche, Weinen vom Zürichsee und industriellem Ambiente überzeugt und für seine Weinkarte ausgezeichnet wurde. Wer es unkomplizierter mag, findet im Café Kornsilo den geselligen Treffpunkt des Areals, inklusive sonntäglichem Familienbrunch. Wer Pizza und italienische Getränke bevorzugt, wird in der Pizzeria Blu fündig, der kleinen Schwester der Blauen Ente. Alle drei setzen auf regionale Produkte und schaffen damit einen Kontrast zum rauen Charme der alten Mühlengebäude.
Millers Theater und Museum Mühlerama
Gleich nebenan sorgt das Millers Theater für Unterhaltung. Kabarett, Drag, Spoken Word, Burlesque und Musik wechseln sich ab, dazu öffnet die gemütliche Foyer-Bar jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Das Haus gilt als eine der renommiertesten Kabarettbühnen im deutschsprachigen Raum. Wer die Geschichte des Ortes entdecken möchte, besucht das Museum Mühlerama. Die über hundertjährige, noch aktive Industriemühle zeigt den Weg vom Korn zum Brot und verbindet Esskultur mit Ernährungspolitik, ergänzt durch Brotback- und Kochkurse. Die Kombination aus Theaterbesuch und anschliessendem Essen in der Blauen Ente hat sich als beliebtes Ritual etabliert.
Ein Areal zum Verweilen
Was das Kulturareal besonders macht, ist die Architektur selbst. Sieben Gebäude gruppieren sich um den Mühlehof, einen offenen Innenhof, in dem Alt- und Neubauten ineinandergreifen. Dieser Hof dient nicht nur als stimmungsvoller Ort für Apéros vor der Vorstellung, sondern regelmässig auch als Bühne für Märkte, Open-Air-Aufführungen und kleinere Anlässe. Wer durchs Areal schlendert, entdeckt zudem Ateliers, Büros und ein Fitnessstudio, ohne dass es hektisch wirkt.
Nur wenige Schritte zum Zürichsee
Der vielleicht grösste Trumpf des Kulturareals liegt in seiner Lage. In wenigen Gehminuten erreicht man den Zürichsee, was das Areal besonders im Sommer attraktiv macht. So lässt sich ein Museumsbesuch am Vormittag mit einem Bad am Nachmittag und einem Theaterabend kombinieren, ohne den Ortswechsel zu bemerken.
Diese Dichte an Angeboten auf kleinstem Raum macht das Kulturareal Mühle Tiefenbrunnen zu einem der vielseitigsten Flecken der Stadt. Wer einmal dort war, kommt gerne wieder.