Mediation soll gekrümmten Nordanflug versenken

Deutschland schickt, initiert durch Süddeutschland, den deutschen Ex-General Wolfgang Schneiderhan zu Verhandlungen in die Schweiz los, um mittels sogenannter „Mediation“ den gekrümmten Nordanflug endgültig zu versenken.

Die Bezeichnung Mediation ist falsch, denn es handelt sich um einen Auftrag von Süddeutschland für den hinter die Kulissen des Bundesrats geschickten ex-General Wolfgang Schneiderhan, den gekrümmten Nordanflug ein für alle mal zu bodigen.

Anstelle der zuständigen Minister sollen jetzt plötzlich Abgesandte beider Länder verhandeln, was eine zukünftige Lösung gemäss Leseart Deutschlands wegen den verhärteten Fronten erleichtern soll. Dies birgt jedoch die erhebliche Gefahr, dass die Oeffentlichkeit nur ungenügend informiert wird. Am Schluss wird wieder in aller Eile über die Köpfe der Schweizer Bevölkerung hinweg entschieden und wie im Falle alt-Bundesrat Moritz Leuenberger behauptet, man hätte nicht anders können.

Der Zeitpunkt dafür ist nicht zufällig gewählt, denn 2020 soll gemäss Angaben des Flughafens Zürich der gekrümmte Nordanflug technisch bereit sein.

Ein deutsches Angebot liegt bis heute nicht vor, die deutsche Luftraumsperre zu beenden. Eine Paketlösung wurde bis heute als Entgegenkommen der Schweiz abgelehnt. Man muss sich deshalb ernsthaft fragen, aus was das deutsche Angebot überhaupt bestehen soll. Weitere Drohnungen einer Verschärfung der Luftraumsperre sind am wahrscheinlichsten.

Die Schweiz ist deshalb gut beraten, in den kommenden Verhandlungen das Pfand „Gekrümmter Nordanflug“ nicht leichtfertig aus der Hand zu geben.

Zu laute Flugzeuge: Ein General soll’s richten – NZZ 16.3.2019

Bundesregierung setzt im Fluglärmstreit mit der Schweiz auf Mediation – Südkurier 8.3.2019

Der Fluglärmstreit soll beigelegt werden – NZZ 26.5.2018