Mehr Bahn-, weniger Flugreisen

Stiftung gegen Fluglärm, 11.03.2019

Wichtige Reiseziele für Geschäftsleute und Private liegen nur 4 – 5 Stunden per Bahn vom Flughafen Zürich entfernt. Wer nach Mailand, Paris, München oder Frankfurt reisen will, sollte auf Flugreisen verzichten und mit der Bahn reisen. Siehe dazu die Karte; sie beruht auf Fahrplan-Angaben der SBB.

Deshalb fordert die Zürcher Stiftung gegen Fluglärm im Nah- und Mittelstreckenverkehr ein Umsteigen vom Flugzeug auf die Bahn.

Adolf Spörri, Präsident der Stiftung gegen Fluglärm, sagt: „Damit verhalten wir uns ökologisch und entlasten die Schweizer Bevölkerung von unnötigem Fluglärm.“

Dazu ein Beispiel: Die Lufthansa-Tochter Swiss fliegt täglich fünf Mal die Strecke Stuttgart – Zürich und zurück. Der erste Kurs startet in Stuttgart jeweils um 6 Uhr morgens und muss wegen der deutschen Luftraumsperre einen Umweg von über 70 Kilometern bis in die Gegend von Rapperswil fliegen, um dann über dicht besiedeltes Gebiet Kloten anzufliegen und dort zu landen. Dadurch verlängert sich die Flugzeit und auch der Kerosinverbrauch und CO2-Ausstoss sind entsprechend erhöht.

Der letzte Kurs startet jeweils am Abend um 22.40 Uhr in Zürich zurück nach Stuttgart. Auch dieser Flug kann wegen der Sperre nicht auf der direkten Route erfolgen und ist darüber hinaus volkswirtschaftlich für die Schweiz ohne jeglichen Nutzen, weil er nur die späte Rückkehr von in Deutschland lebenden Passagieren, darunter viele aus Berlin über Zürich nach Stuttgart rückkehrende Politiker, ermöglicht. Solche Flugverbindungen schaden den Anwohnern rund um den Flughafen Zürich und braucht es nicht.