Neues GPS-Abflugverfahren am Zürcher Flughafen

TA 17.10.2012

Am Flughafen Zürich können Flugzeuge künftig GPS-gesteuert von der Piste 34 abfliegen.

Das neue Abflugverfahren gilt ab kommendem Freitag, teilte der Flughafen heute Mittwoch mit. Ob ein Flugzeug die GPS-gesteuerte Variante fliegt, hängt laut Mitteilung von seiner Ausrüstung ab und «liegt letztlich im Ermessen des Piloten». GPS-gesteuerte Anflüge sind am Flughafen Zürich bereits seit März 2011 möglich. Sie erfolgen von Norden auf Piste 14.

Die Routen der GPS-gesteuerten Abflüge bleiben dieselben, können aber genauer geflogen werden. Das Verfahren ermögliche, Erfahrungen zu neuen An- und Abflugverfahren zu sammeln, erklärten Sprecher des Flughafens.

Flughafen Zürich spannt mit Bundesamt für Zivilluftfahrt zusammen

Am Projekt der GPS-An- und -Abflüge beteiligt sind die Flughafen Zürich AG, die Flugsicherung Skyguide, das Bundesamt für Zivilluftfahrt Bazl sowie die Fluggesellschaft Swiss. Die Verfahren werden im Rahmen der schweizerischen Innovationsplattform Chips entwickelt.

Das Kürzel steht für CH-wide Implementation Program for Sesar Related Activities (also etwa schweizweites Anwendungsprogramm für Sesar-bezogene Aktivitäten). Sesar seinerseits bedeutet Single European Sky Air Traffic Management Research (europäisches Flugverkehrsmanagement der neuen Generation).

Im Rahmen von Sesar arbeiten Vertreter europäischer Flugsicherungen und Systemhersteller für die Luftfahrtindustrie an der Modernisierung und Effizienz des europäischen Luftverkehrsmanagements, so die Mitteilung. (lcv/sda)