Parlamentarier sollen Stellung beziehen in Sachen Fluglärm und Klimaschutz

StgFl 05.09.2019

Mehr Fluglärm oder weniger Wirtschaftswachstum? Vor diese Frage stellt die Stiftung gegen Fluglärm, Zürich, den kantonalen Parteizentralen, Politikerinnen und Politiker in einer Umfrage, die Ende September abgeschlossen werden soll. Die Ergebnisse sollen Anfang Oktober, rechtzeitig vor dem Wahltermin vom 20. Oktober, bekannt gegeben werden.

Adolf Spörri, Präsident der Stiftung gegen Fluglärm, die sich seit über 20 Jahren gegen Lärm-, Gesundheits- und Umweltschäden einsetzt, die vom Luftverkehr über Zürich und seinen Nachbarkantonen verursacht werden, sagt: „Wir brauchen gerade in den kommenden vier Jahre Politiker, auf die auch in Sachen Umwelt Verlass ist.“

Die neben den ungesetzlichen Südanflügen drohenden Südstarts haben jetzt schon rund um Kloten zu erheblichen sozialen Veränderungen geführt. In direkter Flughafennähe siedeln sich vor allem Kurzaufenthalter und einkommensschwache Personen und Familien an. In  beliebten Wohnorten wie beispielsweise Gockhausen werden wegen des Fluglärms keine Einfamilienhäuser mehr gebaut, sondern nur noch Mietwohnungen. Die Gemeinden vom Zollikerberg über Zumikon bis zur Forch verlieren ihre einstige wohlhabende Bevölkerungsschicht, die abwandert, zugunsten einer meist ärmeren Gesellschaft, welche die Stadtnähe sucht.

Adolf Spörri: „Wir zerstören mit dem übertriebenen und umweltschädlichen Flugverkehr unsere eigene Umwelt. Die Schweizer Medien protestieren gegen Waldbrände in Brasilien, während vor ihren eigenen Augen die Wohn- und Erholungslandschaft der Konsumwirtschaft zum Opfer fällt.“

Weitere Auskünfte:

Stiftung gegen Fluglärm                          

Klaus J. Stöhlker
Pressesprecher
klaus.stoehlker@stoehlker.ch