Staatsgelder für die Swiss

Die deutsche Swiss geniesst schon heute aussergewöhnliche Privilegien und fordert neu Staatshilfe seitens der Schweiz und des Bundesrats.

Sehr geehrte Frau Bundespräsidentin

Herr Klühr, CEO der Lufthansatochter Swiss, denkt laut über Staatshilfe seitens der Schweiz und des Bundesrats nach. Dies ist mit Verlaub gesagt und gelinde ausgedrückt, dreist. Die deutsche Swiss geniesst schon heute aussergewöhnliche Privilegien.

Die nach dem Grounding der Swissair mit Schweizer Steuergeldern neu gegründete Airline „Swiss“ konnte von der Lufthansa zu einem Butterbrot-Preis übernommen werden. Das Schweizerkreuz als Qualitätsgarant wurde gleich gratis mitgeliefert.

Dank aktiver Hilfe der Schweizer Politik und der Medien gelang es dem (Deutschen) CEO, die Swiss als Hauptkunde und Airline mit quasi Monopolstellung am streikfreien Flughafen Zürich zu etablieren.

Die Pilotenschule der Swiss wird von den Schweizer Steuerzahlern subventioniert.

Bei den kommenden CO2-Abgaben werden der Swiss als „Homecarrier“ Sonder-Regelungen in Aussicht gestellt.

Dank der einseitigen Deutschen Verordnung (DVO) tragen die Schweizer Anwohner rund um den Flughafen Zürich herum den grössten Anteil der von der deutschen Swiss verursachten Immissionen, während die Bevölkerung im grenznahen Süddeutschland ihre Ruhe geniesst.

Diese Privilegien zusammen haben massgeblich dazu beigetragen, die Swiss als zuverlässigen Goldesel des Lufthansakonzerns in Zürich zu etablieren.

Als CEO muss Herr Klühr selbstverständlich nach Lösungen und Wegen zur Rettung seiner Firma Swiss suchen, dies aber bitte an der richtigen Adresse und in diesem Fall in Berlin!

Es ist zu hoffen, dass Sie als Bundespräsidentin und der Gesamtbundesrat mit den Steuergeldern Ihrer Wähler vorsichtig und bedacht umgehen. Die eigene Bevölkerung und die echten Schweizer Unternehmen bedürfen in der aktuellen Krisenzeit ebenso wie die deutschen Airline-Unternehmen, finanzieller Unterstützung.

Mit freundlichen Grüssen

Ursula Hofstetter
8127 Forch