Das Theater Rigiblick liegt am Zürichberg, weit über dem Trubel der Stadt. Am Samstag, 12. September, startet das Haus mit der ausverkauften Premiere «Sisters! – Tribute to Funk, Disco, R&B» in die neue Spielzeit.
Website: Theater Rigiblick
Wer das Theater noch nicht kennt, findet hier eine Bühne, die sich deutlich von den grossen Häusern der Stadt Zürich unterscheidet. Es liegt an der Germaniastrasse 99, direkt neben dem Restaurant Rigiblick, mit Blick über die Dächer Zürichs bis zu den Alpen. Der Weg dorthin führt bewusst aus dem Zentrum hinaus, hinauf in eine ruhigere Welt.
Eine Bühne ohne Distanz zum Publikum
Der Saal ist klein und intim gebaut. Die Sitzreihen liegen nah an der Bühne, oft nur wenige Meter von den Darstellern entfernt. Mimik, Stimme und Bewegung wirken deshalb unmittelbar, fast privat. Diese Nähe prägt die Atmosphäre im ganzen Haus. Das Personal kennt viele Gäste persönlich, die Bar vor der Vorstellung wirkt wie ein Wohnzimmer und nicht wie eine Lobby.
Der Spielplan bis Ende September
Nach der Premiere von «Sisters!» folgt am 14. September «Shakespeares Richard III meets The Rolling Stones», danach weitere Vorstellungen von «Sisters!» sowie «Tribute to Queen», beide bereits ausverkauft. Am 18. September zeigt das Haus «Melody» nach dem Roman von Martin Suter, ebenfalls ausverkauft. Am Wochenende darauf gastiert die Compagnia Za-Za-Zu mit Molières «Tartuffe oder Der Heuchler». Zusätzlich bietet das Theater von Dienstag bis Sonntag ein Dinner-Theater-Angebot mit dem Restaurant Rigiblick an, ein Dreigangmenü für 69 Franken vor der Vorstellung.
Anders als das Bernhard Theater
Das Bernhard Theater am Zürcher Theaterplatz setzt auf grosse Boulevardproduktionen und ein grösseres Publikum. Das Rigiblick bleibt bewusst klein. Statt breiter Bühnenbilder und grosser Ensembles stehen Kammerspiele, Tribute-Konzerte und Eigenproduktionen im Zentrum, oft mit wenigen Darstellern, die das ganze Haus tragen.
Kein Ausgang wie im Kreis 4 oder 5
Ein Abend im Rigiblick folgt einem anderen Rhythmus als ein Ausgang in den Ausgangsvierteln der Stadt. Statt lauter Bars und spontanem Wechsel zwischen Lokalen steht ein fester Programmpunkt im Zentrum, eingebettet in Dinner, Vorstellung und den Blick über die Stadt. Der Ort selbst, abseits vom städtischen Nachtleben, macht den Besuch zu einem bewussten Ausflug statt zu einem beiläufigen Abend.