VFSN-Einspracheformulare sind bereit und können heruntergeladen werden

Jetzt Einsprache erheben! (Frist bis 16.2.2026)

VFSN-Einsprache gegen das BR 2014/2017

Gegen das neue Betriebsreglement sowie gegen die beantragten Südstarts geradeaus müssen wir uns mit aller Kraft wehren. Die Einsprache ist bereit und wird unseren Mitgliedern bis Ende Januar 2026 auch per Post zugestellt.

Die Einsprache darf auch von „Nicht-Mitgliedern“ verwendet werden

Einsprache gegen die Südstarts geradeaus (Format PDF)
Einsprache gegen die Südstarts geradeaus (Format Word)

Bitte informieren Sie so viele Menschen wie möglich über die notwendige Einsprache!

Begründung der Einsprache

[Zusammenfassung]

Südstarts geradeaus: Kapazität statt Sicherheit

Der Verein Flugschneise Süd – NEIN (VFSN) macht Einsprache gegen das Betriebsreglement 2014/2017 des Flughafens Zürich. Der Hauptkritikpunkt: Die geplanten Südstarts geradeaus dienen primär der Kapazitätssteigerung und nicht der Sicherheit, wie der Flughafen behauptet.

Ein fragwürdiger Sicherheitsbericht

Die Südstarts geradeaus werden mit einem Sicherheitsbericht aus 2012 begründet. Doch dieser Bericht hat einen gravierenden Mangel: Er wurde ohne Volksvertreter erstellt und klammert die Sicherheit der Bevölkerung am Boden explizit aus. „Third Party Risks“ und „safety on ground“ wurden bewusst nicht betrachtet. Ein einseitiger Bericht also, auf dem nun weitreichende Entscheidungen über dicht besiedelte Gebiete basieren sollen.

Vier Routen – alle über bewohnte Gebiete

Die beantragten Südstarts geradeaus bei Bise führen nach dem Start entweder a) mit unmittelbarer Rechtskurve über Zürich Nord / Wipkingen / Altstetten / Schlieren / Urdorf, b) geradeaus über Dübendorf und Zumikon mit späterer Linkskurve über die Stadt Uster, c) geradeaus mit Rechtskurve über Küsnacht/Erlenbach/Herrliberg und dann Rechtskurve über Kilchberg/Rüschlikon/Thalwil oder d) geradeaus weiter über Meilen/Uetikon/Männedorf und dann nach rechts über die Stadt Wädenswil. Das sind nur ungefähre Richtrouten. Abweichungen zu Nachbargemeinden wird es häufig geben.

Das wahre Motiv: Mehr Kapazität

Offiziell werden die Südstarts geradeaus nur bei Bise beantragt. Doch die Wetterlage „Bise“ wird nicht näher definiert. Der Verdacht liegt nahe: Was als Ausnahme bei schlechtem Wetter verkauft wird, soll mittelfristig zur Regel werden. Im Sicherheitsbericht erhielt das Konzept „ganzen Tag bei allen Wetterlagen“ die beste Bewertung. Der VFSN warnt: Aus der Bise-Ausnahme wird schnell der Dauerbetrieb aus Kapazitätsgründen.

14 Jahre später plötzlich „dringend“

Beim Gesuch 2017 war die Einführung der Südstarts geradeaus laut Flughafen nicht dringend. Beim Gesuch 2026 jedoch, 14 Jahre nach dem Sicherheitsbericht 2012, will der Flughafen die Südstarts geradeaus sofort einführen und der Bevölkerung das Recht auf eine gerichtliche Überprüfung durch Entzug der aufschiebenden Wirkung nehmen. Die plötzliche „Dringlichkeit“ ist nicht nachvollziehbar, zumal das BAZL 2012 selbst festhielt: „Der Flughafen wird heute ausreichend sicher betrieben.“

Klare Forderung: Kein grünes Licht für Südstarts geradeaus

Der VFSN fordert vom BAZL, die Interessen der Bevölkerung endlich gleichwertig zu berücksichtigen. Die Südstarts geradeaus, die Abflugrouten ab Piste 16 und die Entflechtung ab Piste 28 dürfen nicht genehmigt werden. Die Bevölkerung wehrt sich gegen die Pläne des Flughafens, das am dichtesten besiedelte Gebiet des Kantons noch stärker mit Fluglärm zu belasten. Die Botschaft ist klar: Zum Schutz der Menschen darf dieses Startverfahren nie bewilligt werden.