Zürich erhebt Einsprache gegen Flughafen-Betriebsreglement

NZZ 5.5.2004

Der Zürcher Stadtrat hat gegen das vorläufige Betriebsreglement für den Flughafen Zürich Einsprache eingelegt. Der Stadtrat will damit eine zeitliche Begrenzung der Südanflüge erreichen, wie am Mittwoch mitgeteilt wurde.

Südanflüge auf die Piste 34 sollen nur solange in Kraft bleiben, wie dies wegen der morgendlichen Sperrzeiten über deutschem Gebiet und fehlender Alternativen notwendig ist. Das vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) Ende März öffentlich aufgelegte provisorische Betriebsreglement soll gemäss dem Zürcher Stadtrat bis zum Abschluss der Mediation oder längstens auf drei Jahre befristet werden. Zudem verlangt der Stadtrat die Ausdehnung der Nachtruhe um eine Stunde von 22.00 bis 06.00 Uhr.

Die Anzahl der jährlichen Flugbewegungen will der Stadtrat auf 320’000 festlegen, während die Flughafengesellschaft Unique von 350’000 ausgeht. Der Zürcher Stadtrat wandte sich auch gegen eine Flexibilisierung der An- und Abflugkonzepte. Im neuen Betriebsreglement müssen diese nicht mehr festgeschrieben sein, sondern können je nach Bedarf eingesetzt werden.