Fraport-Chef rechnet mit baldigem Ende der Krise

Reisetopia 29.05.2021

Auch Fraport-Chef Stefan Schulte verbreitet zur Hauptversammlung seines Unternehmens Optimismus und beteuert gegenüber den Aktionären, dass die Coronakrise schon bald überwunden sei. Er sehe außerdem einen Aufwärtstrend im Luftverkehr, der durch die Krise wider Erwarten nur minimal gebremst worden sei.

Ein äußeres Indiz für die momentane Erholung ist die pünktliche Wiedereröffnung der Landebahn Nordwest und des Terminals 2, die während der Coronakrise aufgrund der gesunkenen Nachfrage geschlossen worden waren. Zudem betont Schulte, dass der Bau des mehr als drei Milliarden Euro teuren Terminals 3 wie geplant weiterlaufe. Die Bauarbeiten wurden trotz Pandemie nicht gestoppt, da es laut Fraport-Chef aus technischer wie wirtschaftlicher Sicht grob fahrlässig gewesen wäre, ein solches Großprojekt vorübergehend zu pausieren und später wieder hochzufahren.

Infolge der Krise hatte sich der Umsatz von Fraport auf 1,7 Milliarden Euro bei einem Verlust von 658 Millionen Euro halbiert, der auf die Fraport-Anteilseigner entfiel. Für die Jahre 2019, 2020 und 2021 soll damit die Dividende entfallen. Fraport erwartet außerdem einen Bund-Länder-Zuschuss in Höhe von 160 Millionen Euro, der den Dividendenverzicht bedingt. Hauptanteilseigner sind dabei das Land Hessen sowie die Stadt Frankfurt.

Der Flughafen Frankfurt bleibt eines der wichtigsten Drehkreuze in Europa. Und wir sind deutlich schlanker, effizienter und damit wettbewerbsfähiger aufgestellt als vor der Krise.

Stefan Schulte, Fraport-CEO

Fraport habe derzeit auf niedrigem Niveau Marktanteile hinzugewonnen, da einige Gesellschaften ihre Flüge in Frankfurt bündelten. Auch in Hinblick auf die internationalen Fraport-Standorte unter anderem in Griechenland, Brasilien und Peru sei man optimistisch, da diese für den künftigen Neustart gut aufgestellt seien. Für das Jahr 2021 soll sich der Konzern-Umsatz auf zwei Milliarden Euro erholen, auch wenn weiterhin Verluste eingeplant werden.