Lauter Hilferuf der Flugbranche – eine Antwort

16.04.2021

Es ist doch sehr erstaunlich, wie standhaft sich die Mähr aufrecht hält, dass die Luftfahrt die Wirtschaft stützt und vorantreibt, dabei ist genau das Gegenteil der Fall und auch bewiesen.

Die Hilferuf- Kampagne für die Luftfahrt ist von der finanzkräftigen Branche minutiös vorbereitet worden. Am Anfang wurde ein kleiner Beitrag bei“ Schweiz Aktuell“ auf SRF1 serviert, am 15. April dann die grosse „Ouvertüre“ in der „Rundschau „und jetzt das (Jammer) Concerto grosso in den Print- und Online Medien.

Grosse Worte werden freigiebig bemüht, Zitat Regierungsrätin Walker Späh:“ Der Flughafen Zürich ist der Suezkanal der Schweiz.“ Klar, je gefüllter der Geldbeutel ist, desto hörbarer und effektiver ist auch der Notruf. Das können jetzt das Mittlere- und Kleingewerbe, die Künstler und viele mehr, die immer noch auf Hilfe warten, bezeugen.

Es ist doch sehr erstaunlich, wie standhaft sich die Mähr aufrecht hält, dass die Luftfahrt die Wirtschaft stützt und vorantreibt, dabei ist genau das Gegenteil der Fall und auch bewiesen.

Noch erstaunlicher ist jedoch, wie sich gewisse Exponenten aus Wirtschaft und Politik der Hoffnung hingeben, die Vor-Pandemie Völlerei „nachher“ wieder lückenlos aufnehmen zu können.

Vom Klimaschutz – die Luftfahrt trägt einen grossen Teil zur Klimaerwärmung bei – und vom Schutz der Bevölkerung – die vom Fluglärm verursachten gesundheitlichen Schäden sind bekannt und bewiesen – wird bewusst geschwiegen.

Ebenfalls geschwiegen wird über die grosse Chance, die ein „Nachher“ bezüglich technischer Innovationen mit vielen neuen Arbeitsplätzen bietet. Man zieht es vor, die alten Strukturen mit allen Mitteln und besonders viel Geld zu verteidigen.

Ursula Hofstetter
8127 Forch