Wichtige Änderungen im SIL-Konzeptteil – Kapazitätssteigerung soll auf Landesflughäfen erfolgen.

SIL-Konzeptteil

Erläuterungsbericht (PDF, 525 kB, 04.07.2018)

Auszug

2. Wesentliche Änderungen

Die Festlegungen zur Infrastruktur orientieren sich verstärkt am öffentlichen Interesse am Luftverkehr, der auf den Flugplätzen stattfinden soll resp. für den diese geeignet sind («verkehrsbasierter» Ansatz). Dazu werden auch die einzelnen Luftverkehrsarten neu definiert und priorisiert. Damit soll das öffentliche Interesse an den Flugplätzen besser nachvollziehbar und deren Nutzungszweck transparenter dargelegt werden. Schliesslich werden Angaben über die notwendige technische und betriebliche Ausstattung der Flugplätze gemacht.

Die Festlegungen werden gezielter auf die künftige Entwicklung der Zivilluftfahrt ausgerichtet, insbesondere auf die in der Luftverkehrsprognose erwartete Nachfragesteigerung im Linien- und Charterverkehr. Für den Flughafen Zürich hat eine erste Umsetzung dieser Festlegungen bereits stattgefunden (Bundesratsbeschluss zum Objektblatt vom 23. August 2017).

Nebst der Optimierung von Infrastruktur und Betrieb auf den Landesflughäfen und den Regionalflugplätzen wird, ausgehend von den Vorgaben des Sachplans Militar (SPM), der Erhaltung und zivilen Umnutzung ehemaliger Militarflugplätze verstärkte Bedeutung beigemessen. Die vom Bundesrat am 31. August 2016 verabschiedeten Grundsätze zum Flugplatz Dübendorf werden entsprechend übernommen (Kapitel 4.3, Grundsatz 9).

Zudem gibt der revidierte Konzeptteil ausführlicher über die Inhalte der Objektblätter Auskunft. Er präzisiert die Verfahrensbestimmungen und regelt den Koordinationsprozess, der dem ordentlichen Sachplanverfahren vorgelagert ist.

Ein wichtiges Anliegen, auch der Luftfahrtindustrie, ist der Umgang mit den drohenden Kapazitätsengpässen auf den Landesflughäfen. Auf diesen sollen eine nachfrageorientierte Entwicklung und folglich eine Kapazitätssteigerung durch bauliche und betriebliche Massnahmen angestrebt werden. Damit setzt der SIL-Konzeptteil die Vorgaben aus dem LUPO 2016 um, soweit dies im Rahmen der geltenden Gesetzgebung und der Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen möglich und zulässig ist.

Eine wichtige Grundlage dazu ist eine Aktualisierung und Erweiterung der Luftverkehrsprognose (z. B. Entwicklungsszenarien 2050). Diese Arbeiten werden nun ohne Verzug an die Hand genommen, werden aber nicht vor Ende 2020 abgeschlossen sein.

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